Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät

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Empfehlung von Stefan Mühlbauer


Autor: Bernard Maris                                        Michael Houllebecq, Ökonom

Titel: MICHEL HOUELLEBECQ, ÖKONOM 

            - Eine Poetik am Ende des Kapitalismus

 

 

 

„Das houellebecqsche Universum ist eines, in dem sich Individuen in stetiger Konkurrenz miteinander befinden. Allein das (schwindende) Ideal der Liebe könnte aus diesem auf Dauer für alle unbefriedigenden Kreislauf befreien. Bernard Maris’ Buch bietet nicht nur eine fundierte Gesellschaftskritik, sondern auch einen Schlüssel zum Verständnis des Werks eines der wichtigsten Autoren der Gegenwart“ (Dumont-Verlag).

Michel Houellebecq ist ein Autor, den ich schon lange mit großem Widerwillen und noch größerer Begeisterung lese und über dessen Stimme ich in meinem Kopf und auf der Welt sehr froh bin. Selten rein unterhaltend oder gar angenehm und immer kritisch, nimmt er unsere europäischen Lebensweisen auseinander und gibt mir das Gefühl, dass es sich bei all den übrig bleibenden Einzelteilen nicht um Scherben, sondern Puzzleteile handelt. Und gelingt es einem, diese Puzzleteile richtig zusammenzusetzen, wird aus diesem Haufen pessimistischer und zynischer Splitter eine Vision von einem besseren Leben.

Bernard Maris Buch ist dabei eine tolle Einführung in die Welt Houellebecqs und jeder Ökonom sollte sich dieses Buch spätestens nach diesem Zitat auf seine Pflichtlektür-Liste schreiben:

„An ihre Stelle [der Philosophie- Anm. Verfasser] traten die Pseudo-Wissenschaften, allen voran die Wirtschaftswissenschaft, deren mathematischer Hyperbolismus ihre konzeptionelle Nichtigkeit kaschiert. Die Mathematik ist, neben dem Jargon, die mimetische List, die das ökonomische Krebsgeschwür im sozialen Körper verschleiert.“

    Stefan Mühlbauer